Seit 1969 erforscht die Arbeitsgemeinschaft SCHIFFSPOST im BDPh e.V. die Geschichte der See- und Schiffspost, von der Segelschiffzeit bis in die Gegenwart.
Seit den Entdeckungen der Neuzeit wurden den Schiffen der führenden seefahrenden Nationen Briefe mitgegeben, um Nachrichten zu übermitteln, die nicht über Land zum Adressaten transportiert werden konnten. Für uns Sammler sind solche Schiffsbriefe erst ab dem 18. Jahrhundert erreichbar.
Als später Dampfschiffe Seefahrt nach Fahrplan ermöglichten, erlebte der Postverkehr über See einen enormen Aufschwung. Was die Post mit den Mitteln ihrer Zeit bei der Beförderung über See geleistet hat, ist bis heute beachtlich.
Grundlage für die Entstehung der deutschen Schiffspost schaffte das „Gesetz über die Einrichtung und Unterhaltung von regelmäßigen Postdampferlinien zwischen dem Deutschen Reich, Ostasien, Australien und Afrika“ vom 23. März 1884.
Die Begriffe „Seepost“ und „Schiffspost“ beinhalten die Bearbeitung der beförderten Post an Bord eines Schiffes während der Überfahrt.
Die See- und Schiffspost gehört weltweit zu einem der interessantesten Gebiete der Postgeschichte, das bis heute nicht völlig erschlossen ist und daher dem forschenden Sammler ein großes Betätigungsfeld bieten kann.
Im Jahr 1969 fand sich ein kleiner Kreis von Idealisten und gründete die überregionale Arbeitsgemeinschaft SCHIFFSPOST im Bund Deutscher Philatelisten e.V. (dem Dachverband lokal verorteter Briefmarkensammler-Vereine in Deutschland), mit dem Ziel, die verschiedenen Stempelgebiete zu erforschen und zu katalogisieren.
So erschienen im Laufe der Jahre zahlreiche Kataloge und Schriften. Zu den Handbüchern gehören:
Viele Druckwerke der Arbeitsgemeinschaft wurden auf Literatur-Ausstellungen mit Medaillen ausgezeichnet.
Darüber hinaus erschienen bis heute in 179 Rundschreiben fast 10.000 Seiten mit Beiträgen zu allen Gebieten der Schiffspost, weltweit und über alle Epochen.
Wochenendtreffen bieten die Gelegenheit zur Begegnung und zur Vorstellung oder Betrachtung interessanter Sammlungsstücke aus dem Mitgliederkreis. Wenngleich die postalische Bedeutung von Schiffsposten schwindet, ist die Erforschung vieler Gebiete keineswegs abgeschlossen; noch immer wird Neues entdeckt, oder es gilt die Verwendungszeit einzelner Stempel zu klären oder scheinbare Widersprüche aufzulösen.
Die Arge zählt heute ca. 90 Mitglieder. Neue Mitglieder sind willkommen.
Uwe Meinert
Maria-Louisen-Stieg 2d
22299 Hamburg
Email: info@arge-schiffspost.de