Ab 1921, als die ersten Schiffe der „Reichsmarine” wieder zur See fuhren, wurden die alten Stempel der Marine-Schiffsposten zuerst mit „KAIS.”, später aptiert, weiterbenutzt. Bis heute sind 35 verschiedene Stempel registriert, die teilweise sogar bis 1937 weiterverwendet wurden. Ab 1929 kamen dann die ersten neuen Stempel (Weltreise Kreuzer EMDEN und Auslandsreise Kreuzer KARLSRUHE) in Benutzung. Diese Stempel waren Namensstempel, die meist nur für eine bestimmte Reise an Bord kamen.

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Postkarte an den Sammler Dahmann in Kalkberge bei Berlin, die ordnungsgemäße Frankatur zu 150 Pfg. (die vom 1.7.-1.10.1922 während der Inflationszeit erforderlich war), wurde mit dem MSP-Stempel Nr. 42 (Type V) unter dem 10.7.1922 an Bord des Linienschiffes BRAUNSCHWEIG entwertet. Das Schiff lag vom 8.-13.7.1922 in Fretheim, Norwegen. Im MSP-Stempel Nr. 42 ist das Wort „ KAIS.” aptiert worden.
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Postkarte nach Berlin, aufgegeben an Bord des Kreuzers BERLIN in Reykjavik, wo das Schiff vom 3.-8.8.1923 lag. Die Frankatur zu 400 Mark (korrektes Porto für Postkarten für die Periode vom 1l.- 24.8.1923) wurde mit dem MSP-Stempel Nr. 16 (Type V) am 7.8.1923 entwertet. In dem Stempel ist das Wort „KAIS.” aptiert worden.

Die ersten neu angefertigten Nummernstempel nach dem Ersten Weltkrieg waren 1930 die Stempel mit der Inschrift „Deutsche Marineschiffspost”, die aber 1931 berichtigt wurden in „Deutsche Reichsmarine Schiffspost”. Parallel zu diesen Kreisstegstempeln, die einen Durchmesser von 31 mm hatten, kamen neue, größere Zweikreisstegstempel mit 33 mm Durchmesser mit der Inschrift „Deutsche Marine-Schiffspost” in Gebrauch.

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Postkarte nach Schwandorf, aufgegeben an Bord des Kreuzers EMDEN in Manila am 9.4.1931, wo das Schiff vom 2.-9.4.1931 während einer Auslandsreise lag. Vom Flughafen Berlin C 2 wurde die Karte mit Luftpost (dafür die Zusatzfrankatur) zum Flughafen Halle/Leipzig (Schkeuditz) befördert, dann weiter an den Empfänger. Der verwendete Schiffsnamenstempel ist die Type „XI d'”.

1936, nach Einführung der neuen Wehrhoheit und Umbenennung von „Reichs-,, in „Kriegsmarine”, erschienen dann die letzten beiden Marine-Schiffspoststempeltypen mit der Inschrift „Deutsche Kriegsmarine” und „Deutsche Kriegsmarine-Schiffspost”. Ende 1939, mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, wurde die Marine-Schiffspost aufgelöst, dennoch benutzten einige Schiffe die Stempel noch bis April 1940 weiter. Mit Beginn des Krieges wurden Feldpostnummern eingeführt und die Post wie bei den anderen beiden Waffengattungen Heer und Luftwaffe durch die örtlichen Postämter oder Feldpostämter bearbeitet.