Ab 1921, als die ersten Schiffe der „Reichsmarine” wieder zur See fuhren, wurden die alten Stempel der Marine-Schiffsposten zuerst mit „KAIS.”, später aptiert, weiterbenutzt. Bis heute sind 35 verschiedene Stempel registriert, die teilweise sogar bis 1937 weiterverwendet wurden. Ab 1929 kamen dann die ersten neuen Stempel (Weltreise Kreuzer EMDEN und Auslandsreise Kreuzer KARLSRUHE) in Benutzung. Diese Stempel waren Namensstempel, die meist nur für eine bestimmte Reise an Bord kamen.
Die ersten neu angefertigten Nummernstempel nach dem Ersten Weltkrieg waren 1930 die Stempel mit der Inschrift „Deutsche Marineschiffspost”, die aber 1931 berichtigt wurden in „Deutsche Reichsmarine Schiffspost”. Parallel zu diesen Kreisstegstempeln, die einen Durchmesser von 31 mm hatten, kamen neue, größere Zweikreisstegstempel mit 33 mm Durchmesser mit der Inschrift „Deutsche Marine-Schiffspost” in Gebrauch.
1936, nach Einführung der neuen Wehrhoheit und Umbenennung von „Reichs-,, in „Kriegsmarine”, erschienen dann die letzten beiden Marine-Schiffspoststempeltypen mit der Inschrift „Deutsche Kriegsmarine” und „Deutsche Kriegsmarine-Schiffspost”. Ende 1939, mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, wurde die Marine-Schiffspost aufgelöst, dennoch benutzten einige Schiffe die Stempel noch bis April 1940 weiter. Mit Beginn des Krieges wurden Feldpostnummern eingeführt und die Post wie bei den anderen beiden Waffengattungen Heer und Luftwaffe durch die örtlichen Postämter oder Feldpostämter bearbeitet.